Ein ganzheitliches Verständnis des menschlichen Gesundheitszustands setzt zuverlässige und aussagekräftige Messwerte voraus. Es gilt daher, die spezifischen Stärken der unterschiedlichen Messmethoden in der täglichen Praxis gezielt einzusetzen und sinnvoll auszuwerten. 

Urin-, Haar- und Blutanalyse – stark zusammen mit dem Zell-Check

Ein wesentliches Speicherorgan des menschlichen Körpers ist sein Haarschopf. Schließlich wachsen Kopfhaare rund einen Zentimeter im Monat und lassen dementsprechend Rückschlüsse auf das gesamte Stoffwechselgeschehen dieses Zeitraumes zu. Die Haaranalyse kann eine große Bandbreite von eingelagerten Arznei- und Suchtstoffen nachweisen; rückblickend lässt sich außerdem eine Einschätzung zur individuellen Versorgung mit Spurenelementen und Mineralstoffen sowie der Exposition gegenüber Schadstoffen und anderen externen Faktoren anstellen.

Urin lässt dagegen Rückschlüsse auf den ganz aktuellen menschlichen Gesundheitszustand zu. So lassen sich bereits leichte Abweichungen von den Normwerten mittels labortechnischer Verfahren zuverlässig feststellen. Akute bakterielle Infekte, aktuelle Stoffwechselgeschehnisse und kürzlich aufgenommene Substanzen sind im Urin einfach nachweisbar.

Sowohl für die Urin- als auch für die Haaranalyse gilt jedoch: Sie geben Aufschluss über Auslagerungen und Abtransporte. Die Blutanalyse gibt dagegen an, welche Stoffe sich in welcher Konzentration aktuell im Blutkreislauf befinden. Die erhobenen Blutwerte stellen allerdings – ähnlich wie die Ergebnisse einer Urinanalyse – lediglich eine Momentaufnahme dar, die mit der tatsächlichen Menge und Verfügbarkeit der Mineralstoffe auf Zell-Ebene nicht unbedingt kongruent sein muss.

Die Zell-Check-Messung erlaubt die Bewertung ebendieser realen intrazellulären Verhältnisse. Die via Spektral-Photometrie ermittelten Messwerte des Zell-Checks können unmittelbar mit einer Datenbank von über 1,3 Millionen Datensätzen und Vergleichswerten aus Biopsien, Haar-und Urinanalysen abgeglichen werden. So wird eine unmittelbare und präzise Beurteilung der jeweiligen Bioverfügbarkeiten auf zellulärer Ebene möglich. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass sich Mineralien, Spurenelemente sowie toxische Schwermetalle vordringlich direkt in den Zellen einlagern. Die Ergebnisse des Zell-Checks geben also Aufschluss über die tatsächliche Stoffwechsellage sowie die im Gewebe angelagerten Substanzen. Damit werden sie zum Schlüsselelement in der gesundheitlichen Prävention: Denn Defizite, Mängel oder Überschüsse lassen sich in zellulärem Gewebe meist zuerst erkennen – lange bevor die Blutserumwerte signifikant abweichen.

Fazit

Die Vergleichbarkeit der verschiedenen Messmethoden ist aufgrund der sehr unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen, der unterschiedlichen Qualität der erhobenen Informationen und ihrer unterschiedlichen Aussagekraft im Hinblick auf die individueller Lage des Patienten nur bedingt möglich. Eine gut abgestimmte Verknüpfung und ergänzende Auswertung der verschiedenen Messmethoden ist je nach spezifischer Fragestellung daher der sinnvollste Weg zur Ermittlung wirksamer präventiver Maßnahmen.