Im Rahmen des Projekts Klimawandel und Gesundheit in Afrika südlich der Sahara wird das Universitätsklinikum Heidelberg mit zwei Zell-Check Geräten in Afrika tätig sein.

“Diese Forschungseinheit (RU) befasst sich mit dem wachsenden Problem der öffentlichen Gesundheit hinsichtlich einer beschleunigten Krankheitslast als Folge des Klimawandels. Bisher haben Wissenschaftler des öffentlichen Gesundheitswesens, Forscher des Klimawandels und Sozialwissenschaftler nur sehr begrenzte konzertierte Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit zu quantifizieren und geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen in Afrika südlich der Sahara, obwohl die ländliche Bevölkerung in Afrika stark vom Klimawandel betroffen ist und die geringste Anpassungsfähigkeit aufweist. In der Tat steht dieser Subkontinent vor einer unvollendeten Agenda zur Bekämpfung von Unterernährung und Infektionskrankheiten mit allen negativen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen. Gleichzeitig, In den letzten Jahrzehnten haben sich in Afrika südlich der Sahara rasch nicht übertragbare Bedingungen herausgebildet, und ihr Management konkurriert jetzt mit den begrenzten Ressourcen der lokalen Gesundheitssysteme. Bisher wurden die zusätzlichen Auswirkungen des Klimawandels auf drei dieser großen Gesundheitsprobleme in der Region, nämlich Unterernährung bei Kindern, Malaria und kardiovaskuläre Dysfunktion, nicht ausreichend definiert.

Daher zielt diese EVU darauf ab, i) die kausalen Wege von Wetteränderungen durch hydrologische, landwirtschaftliche und wirtschaftliche Faktoren zu Unterernährung, Malaria und Hitzestress bei definierten ländlichen Bevölkerungsgruppen in Burkina Faso und Kenia zu ermitteln, ii) zukünftige Entwicklungen entlang dieser Wege zu projizieren, iii) Quantifizierung der Wirksamkeit, der sozioökonomischen Kosten und der Änderungen der Projektionen vielversprechender klimaspezifischer Anpassungsstrategien, iv) Hochskalierung der historischen und projizierten Szenarien von der lokalen auf die nationale Ebene und schließlich v) Ermittlung umfassenderer gesellschaftlicher Auswirkungen im Zusammenhang mit langfristige gesundheitliche Folgen des Klimawandels.

Diese EVU wird grundlegendes Wissen für die Entwicklung wirksamer und effizienter klimaspezifischer Anpassungsstrategien für Afrika südlich der Sahara liefern. In einer globalisierten Welt werden solche informierten Anpassungsbemühungen zur Gesundheit der Bevölkerung, zum gesellschaftlichen Wohlstand und zur politischen Stabilität beitragen.” (Quelle: www.cch-africa.de)

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau  PD, Dr. rer. Medizin Ina Danquah, Institut für Globale Gesundheit, Universitätsklinikum Heidelberg und sind stolz, einen kleinen Beitrag zu diesem großartigen Projekt leisten zu dürfen.
Heidelberg Institut für Globale Gesundheit
Universitätsklinikum Heidelberg

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